Ist die Mikrowelle gefährlich?
Im Gegensatz
zu Röntgenstrahlen oder radioaktiven Strahlen, die auch als ionisierende Strahlen
bezeichnet werden, ist die Mikrowelle eine künstlich erzeugte elektromagnetische Welle.
Man benötigt einen Mikrowellengenerator (sehr hochfrequenter Oszillator), der diese
Mikrowelle auf einer festen Frequenz nur im eingeschalteten Zustand erzeugt.
Radioaktive Strahlen lassen sich nicht abschalten. Sie durchdringen wegen Ihrer sehr hohen
Geschwindigkeitsenergie den menschlichen Körper und können dabei Zellen, bzw. die Gene
in den Zellen schädigen. Die bei den Radiologen erzeugte Röntgenstrahlung ist künstlich
und sehr genau dosiert ein- und ausschaltbar.
Ist die Energiedichte der Mikrowelle, die durch einen Unfall oder Handhabungsfehler
unbeabsichtigt auf einen menschlichen Körper treffen kann, zu hoch, kann es zu
irreparablen Schäden am menschlich Körper kommen. Als erstes sind die Augen gefährdet.
Lokale Überhitzung würde zu einer Trübung im Augapfel führen und damit zur Erblindung.
Anders als bei der höherfrequenten Infrarot- oder Wärmestrahlung, die von der
menschlichen Haut als Wärme gespürt wird, dringt die Mikrowelle in den Körper einige
Zentimeter ein. Dabei nimmt die Energiedichte durch Absorption exponentiell gegen Null ab.
Die Haut kann eine Gefahr nicht sogleich wahrnehmen. Die Mikrowellenenergie wird ja unter
der Haut in Wärme umgesetzt und dort kann diese Wärmemenge je nach Intensität Schäden
verursachen. Gering dosierte Mikrowellenenergie wird in Arztpraxen bei der Diathermie
angewandt.
Der Grenzwert für die maximale erlaubte Mikrowellenenergiedichte (Wärmemenge), die ein
menschlicher Körper ohne nachweisliche Schäden absorbieren kann, wurde nach vielen
Versuchen auf 5 mW/cm2 festgelegt.
Laut Definition darf bei einen Mikrowellengenerator die maximale Leckstrahlung in einer
Entfernung von 5 cm nicht größer als die besagten 5 mW/cm2 sein. Da sich die
ungebündelte Mikrowelle im freien Raum in etwa wie das Licht einer Glühlampe ausbreitet,
nimmt die Energiedichte der Mikrowelle umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung
zur Strahlquelle ab.
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